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WERNE

Denkmäler

Hornebachbrücke an der Goerdelerstraße: Stabile Bögen verbinden Menschen

Denkmal des Monats Mai 2022

Der wichtige Handelsweg von Dortmund nach Münster führte über Werne. Von dieser Verbindung ist die historische Bogenbrücke über die Horne aus dem Jahr 1704 erhalten. Mittelalterliche und neuzeitliche Handelswege über Werne begünstigten die Entwicklung der Lippestadt. Als während der napoleonischen Herrschaft der Weg nordwestlich an Werne vorbeigeführt wurde, drohte die Stadt wirtschaftlich auszubluten. Nach heftigen Protesten wurde die Verlegung rückgängig gemacht.

Einst wichtiger Bestandteil der Verbindung zwischen Werne und Münster

Einst wichtiger Bestandteil der Verbindung zwischen Werne und Münster, steht die Hornebachbrücke an der Goerdelerstraße nahezu vergessen am Ende einer Sackgasse und bietet heute Fußgängern und Radfahrern einen sicheren Übergang. Die gemauerte Bogenbrücke zählt zu den ältesten Überwegen in Werne und ist ein gut erhaltenes Zeugnis für den Wege- und Brückenbau des beginnenden 18. Jahrhunderts in Westfalen.

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Von Herbern kommend, fließt die Horne an der Werner Innenstadt vorbei, macht einen Bogen um den Stadtsee und mündet in die Lippe. Der 12,6 Kilometer lange Fluss ist eine natürliche Grenze und muss auf dem Weg nach Norden ins Münsterland überwunden werden. Die Brücke, im Verlauf der Alten Münsterstraße gelegen, weist auf diese bedeutende Wegeverbindung hin. Wie einer Inschriftentafel zu entnehmen ist, war der Auftraggeber des Bauwerks der Fürstbischof Friedrich-Christian von Plettenberg (1688-1706), der u.a. die Schlösser Nordkirchen und Ahaus errichten ließ. Der Fürstbischof war seinerzeit auf den inneren Ausbau seines Landes bedacht und kümmerte sich um die Verbesserung der Straßen, richtete neue Postverbindungen ein und reorganisierte Beamtentum und Verwaltung.

Dicht nebeneinander gerammte Pfählen mit darüber liegendem Horizontalbalken bilden das Fundament.

Bogenbrücken aus Stein wie die Brücke in Werne zählen zu den ältesten Überwegen. Der Bogen war die älteste und über viele Jahrhunderte lang einzige Form, mit steinernen Brücken große Spannweiten zu erzielen. Begründet liegt dies in der hohen Druckfestigkeit der Steine. Bei der Bauausführung werden alle keilförmig behauenen Steine auf einen gemeinsamen Mittelpunkt ausgerichtet. Ein sogenanntes „Lehrgerüst“ nimmt die Last der Steine und des Mörtels auf. Erst mit dem Einbau des Schlusssteins am höchsten Bogenpunkt wird das Gebilde tragfähig. Jeder Stein wird nunmehr von den beiden Nachbarsteinen gehalten und kann sich daher nicht mehr aus dem Bogen lösen.
Eine genaue bauhistorische Untersuchung nahmen Fachleute 1995 im Rahmen der Restaurierung des Bauwerks vor. Die beiden Rundbögen sowie der Mittelpfeiler bestehen aus gelbgrauem Bruchsteinmauerwerk. Die angrenzenden vier Böschungsmauern sind ebenfalls in Sandstein ausgeführt. Dicht nebeneinander gerammte Pfählen mit darüber liegendem Horizontalbalken bilden das Fundament. Bei den Sanierungsmaßnahmen an der Hornebrücke wurde der in drei Teile zerbrochene Rest einer steinernen
Inschriftenplatte gefunden. Die Vorderseite weist in der oberen Hälfte eine Kartusche mit einem dreizeiligen Chronogramm, in der unteren Hälfte ein rechteckiges Inschriftenfeld mit einer vierzeiligen Inschrift auf. Die aufwendige Inschriftentafel an dem relativ bescheidenen Bauwerk führen die Historiker darauf zurück, dass der Brückenbau zu jener Zeit eine landesherrliche Aufgabe war.

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