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WERNE

Denkmäler

GLAUBE UND GEMEINSCHAFT

Die Stadt Werne entstand im 9. Jahrhundert als Siedlung rund um ein Gotteshaus, einen Vorgängerbau der Kirche St. Christophorus. Bis ins 20. Jahrhundert bildeten Kirche und Religion einen Dreh- und Angelpunkt für Gesellschaft, Wirtschaft und Politik. Feste, Prozessionen, Messen und Gebete strukturierten Jahre und Tage. Viele dieser Rituale wurden in Gotteshäusern wie St. Christophorus oder der Klosterkirche gemeinschaftlich zelebriert. Die religiösen Erlebnis stärkten den Zusammenhalt und bestätigte die Identität der Bürger als christlicher Stadtgemeinde immer wieder neu. Dieses Selbstverständnis verpflichtete einerseits zu sozialer Fürsorge gegenüber Schwachen wie den Leprakranken. Andererseits begründete es den Ausschluss nichtchristlicher Einwohner wie der Juden.

KIRCHE ST. CHRISTOPHORUS

Wer eine gotische Kathedrale betritt, richtet den Blick fast automatisch nach oben. Die aufragenden Gotteshäuser faszinieren bis heute. Für Menschen im Mittelalter, die in einfachen Häusern wohnten, kamen sie Wunderwerken gleich. Einen Eindruck davon vermittelt die Pfarrkirche St. Christophorus, deren Kirchenschiff die Fachwerkhäuser auf dem Werner Kirchplatz…

ROCHUSKAPELLE

Aufgrund unseres medizinischen Fortschritts lässt sich die Coronapandemie nicht mit mittelalterlichen Seuchen vergleichen. Und so deprimierend die Erfahrung der Lockdowns auch waren, sind sie doch kein Vergleich zum Schicksal mittelalterlicher Leprakranken: Gegen faulende Finger und Zehen, gegen stinkende Geschwüre kannte man damals nur ein Heilmittel…

ANTONIUSKAPELLE

Eines der ältesten Gebäude im Stadtgebiet von Werne liegt idyllisch in der Bauerschaft Langern, unweit der Bundesstraße 54 zwischen Werne und Lünen. 1374 wird die Kapelle „des guden sunte Antonyeze“ auf Biethmanns Hof in Ostick, wie Langern früher genannt wurde, in einer Urkunde des Propstes des Cappenberger Stiftes, Adolf von der Recke, erstmals…